Aidswaisen in Südafrika

Im Juni war Pfarrerin Renate Cochrane bei uns im Partnerschaftsausschuss.

Sie hat uns erzählt vom Leben der vielen Aidswaisen in Südafrika. In Südafrika wir die Zahl der HIV- infizierten Menschen auf 6 Millionen geschätzt. Am stärksten betroffen ist die Provinz Kwa zulu- Natal. Dort wird jedes zweite 15 jährige Mädchen nicht 35 Jahre alt werden. Von 10 HIV- Infizierten sind 8 weiblich. Es gibt lebensrettende Medikamente, aber

viele Infizierten können sie nicht kaufen, und es gibt zu wenig Personal, um die Medikamente auszugeben und die Patientinnen und Patienten zu betreuen.

Hunger nach Gerechtigkeit: Das ist auch die Sehnsucht danach, dass jeder infizierte Mensch Medikamente und Beratung bekommen kann und jeder erkrankte Mensch gut gepflegt werden kann.

Viele Kinder bleiben ohne Eltern zurück. Es gibt in Südafrika 1, 5 Millionen Aidswaisen unter 16 Jahren. Manche davon sind selbst infiziert.

Manche Kinder werden in Pflegefamilien aufgenommen, nicht allen geht es dabei gut. Es gibt Familien, die gerne das Pflegegeld nehmen, das die Regierung zur Verfügung stellt, in denen man sich aber nicht gut um die Kinder kümmert.

Durst nach Gerechtigkeit: Das ist auch die Sehnsucht danach, dass Kinder, die ihre Eltern verloren haben, gut versorgt werden und Menschen um sich haben, die ihnen helfen, mit dem schlimmen Verlust zu leben.

Die Zahl der Kinderhaushalte steigt rapide an. Viele Geschwister wollen nicht getrennt werden und leben lieber in ihrer Hütte alleine ohne Einkommen als dass jedes von ihnen in einem anderen Haushalt aufgenommen wird. Pflegegeld gibt es nur, wenn der Haushaltsvorstand mindestens 25 Jahre alt ist. Versorgt ein 16 jähriges Mädchen ihre jüngeren Geschwister, sind die Kinder darauf angewiesen, dass Nachbarn sie mit Lebensmitteln versorgen oder dass sie Unterstützung bekommen durch kirchliche Hilfprogramme.

Hunger nach Gerechtigkeit: Das ist auch die Sehnsucht danach, dass jedes Kind Kind sein darf, in die Schule gehen und spielen darf und nicht viel zu früh viel zu viel Verantwortung übernehmen muss.

 

Dorothee Gammel, Texte zum Partnerschaftssonntag 2008


 
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