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Narri, narro!


Ach, Fasnet, wie du mir doch frommst!

Geneigte Leser dieser Seite:


Spürt Ihr nicht auch ein Stück Befreiung,

zum Höhepunkt der Faschingszeit?

Da lachen auch mal ernste Leut,

die sonst gar nichts zu lachen haben,

weil sie die Last des Lebens tragen,

weil die Verantwortung sie drückt,

weil`s Alltagsleben oft nicht glückt.

Am Schönsten ist zur Fassenacht,

wenn man sich selbst dabei belacht.


So kann ich hoffentlich vertragen,

wenn Narren mir die Meinung sagen,

wenn eine Wahrheit ungeniert

mir nicht verfälscht ums Maul geschmiert,

sondern direkt ins Herz gesprochen

mich schmunzeln lässt und dann – getroffen-

ich weiter denken kann als sonst.

Ach, Fasnet, wie du mir doch frommst!

Die Welt, ich stell sie auf den Kopf

und fass dabei mich selbst am Schopf.


Ich stell mir vor als alter Jeck:

Wir schaffen die Raketen weg,

die uns sonst um die Ohren fliegen

in heißen wie in kalten Kriegen,

die kosten jede Menge „Moos“,

ja, wieviel Wein ergäb` das bloß!

Ich würd` mit Putin Wodka trinken,

dem Erdogan mit Raki winken,

mit Trump, da trink ich Pfälzer Wein,

und Kim servier` ich Hühnerklein.


So hätt von denen keiner Zeit

die Welt bei jeder G`legenheit

in Angst und Schrecken zu versetzen.

Ich würde ihr Gehirn benetzen

mit einem Saft, der träumen lässt,

vergessen macht den letzten Rest

von Egoismus, Neid und Stolz,

denn solche Köpfe sind aus Holz.

Ich würde machen einen Jeck

aus jedem noch so bösen Depp.


Doch nicht der Politik allein

würde ich gönnen solchen Wein.

Auch meiner Kirche tät es gut,

sie hätte doch noch viel mehr Mut

vielleicht auch einmal anzuecken,

könnt` alles Festgefahrne wecken.

Ich würde nämlich Gottes Segen

allen Paaren gerne geben,

die Ökumene würd` gewinnen

mit Priestern und mit Priesterinnen.


Beim Pfarrplan würd` das Dorf ich retten.

Denn eines kannst du heut schon wetten:

Das Engagement im flachen Land,

das ist der Kirche starke Hand.

Ihr sagt: All das - ein frommer Wunsch

bei Bier und Wein und Schnaps und Punsch?

Ich leg euch Gottes Geist, ihr Leut,

an euer Herz zur Faschingszeit!

Denn der wird alles anders machen,

an jenem Tag: Dann könnt ihr lachen!


Steffen Kaltenbach, Pfarrer, Fornsbach-Kirchenkirnberg.





 
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