Erstellt am: 28.04.2021 18:38


Ein Wunder!

Gott lässt uns staunen.


Albert Einstein meinte einst: „Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: Entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder. Ich glaube an Letzteres.“

Mein dreijähriger Sohn zeigt mir, wie sehr wir Menschen ins Staunen geraten können. Wie schnell ist er von etwas fasziniert, das ihm wunderbar erscheint.

„So ist das halt!“, hingegen habe ich noch nie von ihm gehört. „So ist das halt!“, ist eher ein Satz, den manch ein Erwachsener gebraucht. Eigentlich, so meine ich, ist es ein trauriger Satz. Er verrät, dass hier etwas verloren gegangen ist: Das Staunen und die Faszination. Es gibt jedoch Hoffnung: Wer anfängt die Welt mit den neugierigen Augen eines Kindes zu sehen, wird wieder neu das Staunen lernen.

Gott tut Wunder. Etwa als Schöpfer des Lebens, der auch diese wunderbare Frühlingszeit erschaffen hat: die blühenden Blumen und Bäume, die zwitschernden Vögel, die summenden Bienen. Es blüht und duftet und wir dürfen uns daran freuen.

Gott tut Wunder. Das sehen wir nicht nur in der Schöpfung, sondern auch in der Geschichte an seinem Volk Israel und der Gemeinde Jesu. Gott tut Wunder. Das erleben Menschen auch ganz persönlich.

Das größte Wunder überhaupt ist für mich, dass Gott uns durch Jesus Christus seine Kinder nennt. In Christus gehören wir zu seiner Familie, zu seinem himmlischen Königreich. Durch die Barmherzigkeit Gottes, die Vergebung unserer Schuld, sind wir tatsächlich Kinder Gottes. Was für ein unfassbar großes Privileg und Vorrecht, das wir uns mit keinem Geld der Welt kaufen könnten.

Gott tut Wunder. Möge seine unendliche Barmherzigkeit und die verschwenderische Vielfalt und Schönheit seiner Schöpfung uns immer wieder neu in kindliches Staunen versetzen. Mögen wir einen neuen Blick gewinnen für die Wunder, die uns umgeben.

Pastor Friedemann Sommer, Mennonitengemeinde Backnang