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Jahr der Barmherzigkeit


Barmherzigkeit ist aus der Mode gekommen. Die Sache nicht.

Jesus Christus spricht: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ (Lukas 6,36) Dieser Satz ist das biblische Motto für das neue Jahr.

Zur Barmherzigkeit fordert Jesus uns auf. Was er damit meint, erzählt er im bekannten Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Ein Mann wird ausgeraubt, zusammengeschlagen und halbtot am Wegrand liegen gelassen. Ein Samariter sieht ihn dort liegen, empfindet Mitleid und hilft. Barmherzigkeit heißt hier, sich die Not anderer nahe gehen zu lassen und anzupacken.

Das Wort Barmherzigkeit ist aus der Mode gekommen. Die Sache nicht. Heute sprechen wir von Solidarität. In den letzten Monaten war viel von der Solidarität mit den Alten und Vorerkrankten die Rede. Sie sind durch das Virus besonders bedroht und brauchen darum die Hilfe der Gesellschaft. Für die meisten von uns war die Hilfeleistung nicht anstrengend, sie bestand vor allem im Verzicht.

Schwieriger wird es, wenn wir unseren Blick weiten. Wenn wir auch auf die schauen, die weniger durch das Virus als durch die Maßnahmen in Bedrängnis gekommen sind. Auch sie brauchen Solidarität. Ich denke an die Schwermütigen, die unter Einsamkeit leiden. An die Schüler, die im Digitalunterricht abgehängt wurden. An die Kinder, die im Lockdown Gewalt erfahren haben. An die Künstler, denen der Boden unter den Füßen wegbrach. An die Geschäftsinhaber, die um ihre Existenz bangen. An die Armen weltweit, die unter Ausgangssperren zu verhungern drohen.

Um ihnen zu helfen, bedarf es einer nationalen, ja globalen Kraftanstrengung. Sind wir bereit, daran mitzuwirken? Sind wir bereit, nicht nur zu verzichten, sondern wie der barmherzige Samariter mit Zeit, Kraft und Geld zu helfen?

Ich möchte das neue Jahr 2021 unter das Leitmotto der Barmherzigkeit stellen. Die Notleidenden sollen in der Krise merken, dass wir sie sehen und nicht im Stich lassen. Lasst uns, sobald es wieder möglich ist, umso mehr in den Innenstädten einkaufen, Konzerte und Theater besuchen, ins Restaurant gehen! Und bis es soweit ist, kann unsere Spende das Schlimmste verhindern.

Ich wünsche unser ganzen Welt für 2021 ein Jahr der Barmherzigkeit!



Pfarrer Dr. Hans Joachim Stein, Murrhardt



 
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