Diese Webseite nutzt Cookies

Diese Webseite nutzt Cookies zur Verbesserung des Erlebnisses unserer Besucher. Indem Sie weiterhin auf dieser Webseite navigieren, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden.

Einige dieser Cookies sind technisch zwingend notwendig, um gewissen Funktionen der Webseite zu gewährleisten.

Darüber hinaus verwenden wir einige Cookies, die dazu dienen, Informationen über das Benutzerverhalten auf dieser Webseite zu gewinnen und unsere Webseite auf Basis dieser Informationen stetig zu verbessern.

Wenig erhellendes


aber an Weihnachten kommt die Menschlichkeit Gottes zur Welt

Die Schlagzeilen unserer Zeitungen lassen auch in diesen Tagen wenig Erhellendes am Nachthimmel des Weltgeschehens erkennen. In den Todesanzeigen des Lokalteils mehren sich die Namen meiner Altersgenossen. Mein Tod kommt näher. Wie schmerzlich das ist, erfahren die unter uns, die an Weihnachten um einen lieben Menschen trauern.

Beim Lesen unserer Zeitung bleibe ich an einer Überschrift hängen: BKZ-Leser helfen.

Mich beeindruckt, wie in der Weihnachtszeit Mitmenschlichkeit Herzen finden und zu denen bringen kann, die im Schatten sind: Sterbende und die, die sie begleiten, Behinderte, die bei der Lebenshilfe Arbeit und Heimat haben. Einheimische und Asylsuchende, die im Begegnungskaffee zusammen kommen.

An Weihnachten kommt die Menschlichkeit Gottes zur Welt.

Während ich das schreibe, sitze ich auch über meiner Weihnachtspredigt. Wie immer, hat auf meinem Schreibtisch die Zeitung ihren Platz neben der Bibel. Im vertrauten Text der Weihnachtsgeschichte bleibe ich an einem Satz hängen:

„ Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln“.

Man kann sich das erste Hemd des Krippenkindes nicht ärmlich genug vorstellen. Wahrscheinlich waren es Stoffreste aus einem alten Gewand, in die das Neugeborene eingepackt worden ist.

Die Windeln kommen mir im Älterwerden wieder näher. In unserer Weihnachtspost erreichte uns das Lebenszeichen eines alten Freundes. Er hatte viel Verantwortung zu tragen. Jetzt sitzt er im Rollstuhl. Die Hinfälligkeit des Geistes und des Leibes schmerzt. Werden es am Ende auch bei mir die Pampers sein?

Das Kind dessen Geburt wir heute feiern, bringt die Menschlichkeit Gottes zur Welt. In Jesus Christus findet uns Gott in den Windeln. Also auch in den notdürftigen und zerrissenen Flicken unseres Menschseins. Das lässt mich weiter glauben und hoffen, für die Welt und für mich.

Dieter Eisenhardt Dekan i.R.



 
 Home • Sitemap • Suchen • Kontakt • Stellenangebote • Datenschutz • Impressum

powered by Typo3 und Zehn5