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Das Jahr der Barmherzigkeit


Mit liebendem Herzen auf andere Menschen zugehen.

Das „Jahr der Barmherzigkeit“, das Papst Franziskus ausgerufen hat, ist eigentlich eine geniale Idee. Wenn man Barmherzigkeit als Letztes zu seinem Denken dazulegt , also mit liebendem Herzen auf seine Mitmenschen und seine Welt schaut, dann verändern sich Situationen, dann werden sie anders gesehen, beziehungsweise, dann sind sie aus unserer Sicht zwar nicht ideal, aber es geschieht eine Öffnung hin zu einer anderen Position. Das soll nicht von oben herab geschehen, weil ja jeder Mensch geistbegabt ist, laut der Erschaffung des Menschen in der Bibel, sondern auf Augenhöhe.

 

Der Papst macht in diesem Jahr gerade viele Türen auf. Im Blick auf die Schöpfung und die Verantwortung gegenüber der Welt, will er weg weg von der Ausbeutung der Welt , - hin zu Verzicht und zu konkreter Entscheidung, was man wirklich benötigt,-Tiere und Menschen nicht unnötig quält, etwa um des Marktes willen,- der Natur wirklich begegnet - und vom Kreislaufsystem der Natur lernt. Das schrieb er im ersten großen Brief dieses Jahres an die Menschheit. Im zweiten kommentierte er die Familiensynode wieder im Sinne der Barmherzigkeit, daß man alle Wege der Liebe der Menschen wertschätzen muß, - daß die Zeichen der Kirche dafür da sind, daß Menschen geholfen wird. Der positive Blick auf die Dinge wie sie sind, hilft weiter. Vielleicht ist manchmal auch Vorläufigkeit ein Weg zum Guten.

 

Eine Missionsärztin in einer meiner früheren Gemeinde hat mich dies gelernt: Im Blick auf die So-und-so-vielste Lebenspartnerschaft eines Mannes , sagte ich damals: Das geht wieder schief. Und sie: Dann ist ihm wenigstens wieder eine Weile geholfen.

 

Gerade denkt der Papst über die Möglichkeit der Zulassung von Diakoninnen in der Kirche nach. Es geht auch hier um den Dialog und das Lernen aus der Geschichte und von konkreten Menschen.

 

Aber das Vorhaben der Barmherzigkeit klappt so noch nicht. Es fehlt noch etwas:

Lehren und Ideen tragen nicht, wenn sie nicht unterfüttert sind von Begegnungen mit Menschen, die in uns Bilder und Modelle hervorrufen. Das Entscheidende ist immer die Begegnung. Das können Menschen sein, die uns durch ihr Denken und Handeln Wege und Denkmöglichkeiten zeigen, es kann die Natur selbst sein, etwa unser Haustier oder der geniale Kreislauf der Natur, in dem nur wir Menschen patzen.

 

Zutiefst ist es für die Christen, die Person des Jesus von Nazareth. Dabei genügt es nicht, die Bibel zu kennen oder viele Gottesdienste zu besuchen. Man muß sich von ihm ansprechen lassen, ins Gespräch mit ihm kommen, die Bibel nicht als Geschichtenbuch sehen, sondern als Botschaft.

 

Begegnung ist immer das Entscheidende ,etwa auch in der Flüchtlingsfrage, um dann voneinander zu lernen.

Am Samstag,11. Juni, möchte die Katholische Kirchengemeinde in Zusammenarbeit mit der Paulinenpflege und der Lebenshilfe im Rahmen des Jahres der Barmherzigkeit zur Begegnung mit behinderten Menschen in Christkönig einladen. Es geht um ein Hören auf Augenhöhe, um ein Wertschätzen des Andern und um voneinander zu lernen. Kein Mensch ist einem andern im tiefsten Innern der Person irgendetwas voraus. Wir müssen einander nur immer wieder die Türen öffnen, bzw. aufeinander hören. Das habe ich gelernt, von einem Fastenimpuls in der Johanneskirche durch eine Religionslehrerin in Sonderschulen.

 

Pfarrer Wolfgang Beck, Katholische Kirche Backnang



 
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