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Kacka g’macht


ein Blick auf die Windeln

Was haben eigentlich die „Windeln“ in der Weihnachtsgeschichte verloren? Die werden in diesem kleinen Text zweimal erwähnt: Zuerst „Maria … wickelte ihn Windeln“ und dann „Ihr werdet den Retter daran erkennen, dass ihr ein Kind findet, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt.“
Dass Maria den neugeborenen Sohn in Windeln wickelt, ist ja sinnvoll. Vermutlich hatte sie in der Not der überraschenden Entbindung in einer fremden Stadt nichts anderes zur Hand. Aber warum sind die Windeln so wichtig, dass sie gleich doppelt erwähnt werden?

Bei „Windeln“ denke ich an den knapp zweijährigen Paul, der verschmitzt sagt: „Kacka g’macht“. Nach dem Windelwechsel fühlt Klein-Paulchen sich wieder wohl.
Warum ist sowas Unappetitliches für die Weihnachtsgeschichte wichtig? Man möchte etwas über die Geburt oder die Nächte erfahren – stattdessen ist die Rede von Windeln als Erkennungszeichen Gottes!
Man erwartet die Geburt des Retters eher in der Hauptstadt und in einem Palast bei feinen Leuten und nicht unter diesen widrigen Umständen: „Gott“ ist doch was Besonderes, Einzigartiges, Unvorstellbares und Heiliges. Im Laufe der Menschheitsgeschichte wurden die „Windeln“ völlig ignoriert. Aus dem kleinen Retter wurde die „Allmacht“ und „Herrschaft“. Und in heiligen Hallen hat man für ihn Reichtümer angesammelt. Den Kleinen in Windeln hat man völlig aus dem Sinn verloren, und der Abstand wuchs.

„Kacka g’macht“: Man erkennt Gott am Normalen, Einfachen, Menschlichen, alles andere ist für ihn verzichtbar.
Die „Windeln“ lenken den Blick auf das, was wirklich wichtig ist. Die Bedürftigkeit, das Alltägliche und Elementare. Und in diesen Windeln steckt das Kind, liebevoll eingewickelt. Das Kind mit dem Einfachsten und Elementarsten umgeben, zugleich mit dem Wertvollsten umsorgt: Mit Liebe. Das was Menschsein ausmacht und das Dasein verändert. Das was Sinn stiftet in einem einsamen Leben und hilft in der Not, das was unser Leben betrifft und berührt, was für Kinder und Erwachsene, für Groß und Klein gleichermaßen lebensnotwendig ist: die Liebe. In Windeln gewickelt. Nichts Besonderes – und gerade deshalb so greifbar, so erreichbar, so nah und wertvoll! Es ist Gottes Weihnachts-Seite.

Was ist uns wichtig, womit drücken wir unsere Liebe aus? Wie möchten wir diese Liebe Gottes empfangen und weitergeben, wodurch unser Herz ansprechen lassen? Was da aus Liebe in Windeln eingewickelt ist, ist der Schatz. Um ihn zu ergründen, können wir auf seine Geschichten hören, sie erzählen, die Geschichten des in Windeln gewickelten Kindes, des Jesus von Nazareth. Sie richten uns auf und aus auf das, was wirklich wichtig ist.

Frohe und gesegnete Weihnachten!

Diakon Manfred Zoll • Kirche Unterwegs • Weissach im Tal



 
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