Pfarrer Christof Mosebach in den Ruhestand verabschiedet
Bereits beim Betreten des Kirchenraums wurden die persönlichen Arbeitsschwerpunkte von Pfarrer Mosebach deutlich. Das fröhliche Kinderlachen und eine bunte Schar von Besuchern aus allen Generationen zeigte, wie wichtig die Familienarbeit dem scheidenden Pfarrer war. Dekan Köpf erinnerte in seiner Begrüßung, dass der Segen Gottes „heute bei diesem Abschiedsgottesdienst mit Händen zu greifen“ sei. Die vielen Gruppen und Projekte, die Mosebach ins Leben gerufen habe, würden die Segensspur zeigen, die der rührige Pfarrer hinterlasse. In seiner Abschiedspredigt betonte Mosebach das theologische Zentrum seiner Arbeit, die „ausgebreiteten Arme mit denen Gott alle Menschen an sein Herz einlädt, damit sie Ruhe finden sollen.“ Auch in der Weissacher Kommune wurde Mosebachs Engagement geschätzt. Mit einem Fußball, den Bürgermeister Daniel Bogner bei seinem Grußwort überreichte, erinnerte er daran, dass Mosebach ein guter „Teamplayer und Projektmanager“ gewesen sei. Für die Missionsschule Unterweissach ermutigte deren Direktorin Dr. Tina Arnold dazu, geistliche Aufgaben auch getrost loszulassen, weil „Christus das Schiff seiner Gemeinde führt.“ Christof Mosebachs positives Verhältnis zur Ökumene kam in den Grußworten von Regine Pscheidl (Arbeitskreis Christlicher Kirchen) und Claudia Peyer (Katholische Kirche) zum Ausdruck. Dieter Handel sprach für den evangelischen Kirchenbezirk und die Nachbargemeinden. Er kenne Mosebach schon seit seinem Anfang im Kirchenbezirk und schätze dessen „konstruktive und zupackende Art“. Pfarrer Mosebach war auch Bezirksjugendpfarrer in der Region Backnang. Als Vertreter des EJW sprach Jörg Schaal seinen Dank aus. Schaals Beispiel als Vorsitzender des Weissacher Kirchengemeinderats zeige, dass das „Engagement im Jugendwerk einen Jugendlichen für noch weitere gesellschaftliche Aufgaben vorbereitet.“ Der emotional bewegende Gottesdienst wurde vom Kirchenchor unter Leitung von Heilwig Coelle und der Gruppe „Wave und Sound“ (Leopold Hartzsch und Katrin Dietz) musikalisch begleitet. Für Mosebach geht mit seinem Ruhestand ein 40-jähriger Dienst in der Württembergischen Landeskirche zu Ende. Nach seinem Ausbildungsvikariat in Waldenburg war er als Assistent des Dekans in Neuenbürg tätig. Anschließend folgte eine neunjährige Beauftragung in Marschalkenzimmern im Schwarzwald. Von dort aus führte sein Weg 2003 ins Murrtal. Fast 18 Jahre lang war er Gemeindepfarrer in Sulzbach-Spiegelberg. Mitten in der Corona-Zeit wechselte er die Stelle und kam nach Weissach im Tal. Seinen Ruhestand wird er in Cottenweiler verbringen. Dekan Köpf betonte in seinem Schlusswort, dass der Name „Mosebach“ nicht nur für eine Person, sondern für ein ganzes Team stehe. In besonderer Weise dankte er deswegen auch dessen Frau Sigrun und der ganzen Familie für deren ehrenamtlichen Einsatz in der evangelischen Landeskirche.