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Nikolaus

Mehr als der Ho-Ho-Ho-Geschenkebringer. Wie wäre es, wenn wir auch ein bisschen großzügiger wären?

Haben Sie heute Morgen etwas Schönes in Ihren Stiefeln oder Schuhen oder vor Ihrer Tür gefunden? Heute ist Nikolaustag. Wir gehen auf Weihnachten zu – und da spielt dieser Tag eine schöne Rolle: Es gibt kleine oder größere Geschenke auf dem Weg des Advents. Geschenke, bei denen wir nicht wissen sollen, von wem sie kommen.

Dabei hat der echte Nikolaus ursprünglich gar nichts direkt mit Weihnachten zu tun. In die Adventszeit ist er nur geraten, weil am 6. Dezember der Todestag des Heiligen Nikolaus von Myra ist. Im Unterschied zum Weihnachtsmann hat Nikolaus nämlich wirklich gelebt.

Er ist einer der beliebtesten Heiligen. Nicht nur katholische Christinnen und Christen verehren ihn. Auch in orthodoxen Kirchen spielt er eine sehr große Rolle. Viele Kirchen sind nach ihm benannt: St. Nikolaus oder Nikolaikirche – so heißen orthodoxe, katholische und auch viele evangelische Kirchen. In allen christlichen Konfessionen und darüber hinaus sind Nikolaus und sein Tag beliebt.

Pfarrerin Bettina Hoy, StaigackerNikolaus war nicht der „Ho-Ho-Ho-Geschenkebringer“ und auch nicht der, der die bösen Kinder bestraft. Sondern er war im 4. Jahrhundert Bischof von Myra – das heißt heute Demre und liegt in der Türkei. Schon zu seinen Lebzeiten hat man wahrscheinlich von ihm gesprochen. Sonst gäbe es nicht so viele Geschichten über ihn. Aus ihnen kann man schließen: Er war ein Mensch, der anderen geholfen hat, dem man vertrauen konnte, ein gütiger und menschenfreundlicher Bischof. Einer, der Besitz und Reichtum als geliehene Gaben Gottes ansah, die man am besten verwendet, indem man sie weitergibt. Er hat auch mutig für den christlichen Glauben gestritten und ist dafür eingetreten. Sein christlicher Glauben war der Grund seines Handelns.

Viele, viele Legenden gibt es über Nikolaus. Sie alle erzählen ganz unterschiedlich, wie Nikolaus Menschen geholfen hat. Oft tat er das im Geheimen. Wie z.B. in der Legende von den drei Goldklumpen, die er nachts durch´s Fenster warf, damit drei arme junge Frauen sich nicht prostituieren mussten …

Wie wäre es, wenn auch wir großzügig Menschen, die in Not sind, helfen würden – nicht nur in der Adventszeit –, ohne Dank oder Gegenleistung zu erwarten?

Eine gute Adventszeit und Großzügigkeit wünscht Ihnen

 

Pfarrerin Bettina Hoy, Staigacker

 

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