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Fastenzeit

Verzicht, Vergebung, Einladung zum Neuanfang

Morgen ist der 1. Sonntag in der Passions- und Fastenzeit. Die Passionszeit erinnert an das stellvertretende Leiden und Sterben von Jesus mit Karfreitag und dem Höhepunkt der Auferstehung Jesu von denToten. Deshalb feiern wir dann 2 Tage Ostern, weil es so ein bedeutender Einschnitt in der Weltgeschichte ist. Denn, wer an den für unsere Schuld und Sünde gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus glaubt, erlebt Geborgenheit in diesem Leben und kann getröstet sterben. Nach wie vor gilt nach Johannes 3 Vers 16: “So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, dass alle, die an ihn glauben nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ Deshalb lohnt es sich einzigartig an Jesus Christus zu glauben und ihm zu vertrauen.

Fastenzeit – das kann z.B. heißen: Ich ver-zichte in dieser Zeit auf etwas, um es danach wieder besonders zu schätzen. Oder ich faste in diesen Tagen bis Ostern um eine ungesunde Angewohnheit abzulegen, oder ich nehme mir in diesen Wochen mehr Zeit zum Beten und Bibellesen, oder ich will bewußter leben und täglich für 3 Dinge danken.....usw.

Und die Fastenzeit eröffnet in besonderer Weise die Möglichkeit zur Vergebung im Gebet und in der Seelsorge. Denn das seelsorgerliche Gespräch ist ein hohes Gut unter der Schweigepflicht. Hier darf belastendes an- und ausgesprochen werden. Ja, manch-mal schleppen wir Schuld mit uns herum wie einen unsichtbaren Rucksack. Oder wir merken: Ich bin mir selbst nicht genug. Ich enttäusche andere. Ich tappe immer wieder in die selbe Falle. Doch die Botschaft von Jesus ist keine Moralpredigt. Sie ist eine Einladung zum Neuanfang. Dazu sagt Jesus selber: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11 Vers 28)

So wünsche ich Ihnen eine bewahrte und gesegnete Passions- und Fastenzeit.

Ihr Pfarrer i.R. Gotthilf Stein, Backnang

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